Aufgebrachter Besuch im Schulsekretariat: eine Übung für das Team
Ein Elternteil kommt nach Unterrichtsschluss ins Sekretariat und verlangt sofort ein Gespräch. Auch eine Schülerin wartet dort. Das verändert die Aufgabe: Während eine Person das Gespräch führt, muss das Team bemerken, wer noch Betreuung braucht. Ausgangspunkt ist der tatsächliche Grundriss der Schule.
Ein klares Ziel für die Szene
Die erste Runde klärt eine Frage: Wie verständigt die Person am Schreibtisch eine Kollegin oder einen Kollegen? Das Team nutzt dafür seine üblichen Kommunikationswege. Vielleicht stellt sich heraus, dass die interne Durchwahl nur an einem anderen Arbeitsplatz aushängt.
Auch die wartende Schülerin im Blick behalten
In der zweiten Runde verfolgt eine beobachtende Person die Situation der Schülerin. Wer hat sie wahrgenommen? Wusste sie, an wen sie sich wenden konnte? Konkrete Beobachtungen sind für die Auswertung hilfreicher als ein allgemeines Lob.
Eine gemeinsame Linie von Sekretariat und Schulleitung
Klärt vor dem Training, welche Anliegen das Sekretariat selbst bearbeitet und wann weitere Personen hinzukommen. Widersprüchliche Antworten mehrerer Mitarbeitender können schwierige Gespräche verlängern. Ein Szenario kann erproben, wie der nächste Schritt kurz erklärt und Unterstützung angefordert wird.
Berücksichtigt auch anwesende Schülerinnen, Schüler und andere Besucher. Ihre Sicherheit und Privatsphäre beeinflussen die Gesprächsführung. Zur Übung gehört außerdem, wer anschließend informiert wird und welche Fakten dokumentiert werden. So trainiert das Team einen vollständigen Ablauf und nicht nur den ersten Satz gegenüber einer aggressiven Person.
Was in die Anfrage gehört
Geben Sie an, wer gewöhnlich den Eingang betreut, wo Eltern warten und welche Mitarbeitenden nach Unterrichtsschluss anwesend sind. So lässt sich die Übung auf Abläufe und Besetzung der Schule abstimmen. Namen einzelner Familien werden dafür nicht benötigt.
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